Holistic Philosophy - Crete Creates

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ODE an KRETA

Land im Meer,
einsam und frei, geschützt und getrennt,
als Eiland zwischen Orient und Okzident.

Quelle und Wiege der griechischen Kultur,
Geburtsstätte des Zeus und des minoischen Stieres,
mit Zeugnissen aus Athen, Rom, Byzanz und Venedig,
den Einfluss des türkischen jedoch stets kämpferisch verwehrt.

Wie die ins Meer steil fallenden Felsen in sich geheimnisvolle Höhlen bergen,
sind die Wurzeln dieses göttlichen Schöpfungsglückes bewahrt
und geben unvermindert Zeugnis von der ergreifenden Schöpfung der Natur.

Inmitten der Haine, Berge, Schluchten und Strände
vermengen sich die klaren Schläge der Glocken von Klöster und Kapellen
mit den hellen Klängen der Glöckchen von Schaf und Ziege
zum Konzert aus der stillen Natur.

Die Wellen rollen unaufhörlich über den Kies dem Ufer zu,
stimmen jede ihren eigenen Ton beim Zurückkehren ins Meer an
und untermalen das Konzert aus der Stille mit ihren sanften Rhythmen.

Glitzernde silberne Lichtstrahlen brechen sich im bewegenden Wasser,
die kleinen Schaumkronen glitzern und funkeln,
tausende Kristalle tanzen im raschen Rhythmus des Kommen und Gehens
und lassen Tiefe blau erleuchten.

Sanft schaukeln die Boote und wiegen sich im Takt,
wie ein Verneigen in Ehrfurcht vor so viel Schönheit,
geben sich voll Vertrauen ganz dem Meer hin.

Und über all dies spannt sich tiefblau der Himmel.

In der niemals fassbaren Unendlichkeit voller Geheimnisse
gleitet eine Möwe majestätisch über dem Wasser der Sonne entgegen
und bringt mit elegantem Flügelschlag die Luft sanft zum Schwingen.

Die eigenwillige, vielstimmige, fast himmlisch anmutende Musik,
hebt wie zu einem Chor von Engel an, die dieses göttliche Stück Erde erfüllt.

Diese unbegreifliche doch kraftvolle und zugleich friedliche Energie
schwingt in der Luft – fast zum Greifen – wird sie vom Wind
in die offenen Herzen der Menschen getragen
und erfüllt sie mit den Klängen aus dem Paradies der Schöpfung

(c) Harald Pfohl / Dezember 2007